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Anflug auf Beijing Airport

1 Juni, 2008
Neues Terminal von Norman Foster

Mit seiner gigantischen Größe und seiner imposanten Gestaltung setzt das neue Terminal 3 des Beijing Airport weltweit neue Maßstäbe im Luftverkehr. Hervorstechender Blickfang des durch den britischen Architekten Norman Foster geplanten Neubaus ist das mit Reynolux® Building realisierte Dach der Passagierhalle. Mit seiner zackenförmigen Gestaltung soll es die Besucher schon beim Anflug an einen schlafenden Drachen rinnern. Als markantes architektonisches Zeichen für das aufstrebende China.

Der Countdown läuft. Um das rasant wachsende Passagieraufkommen und den Besucheransturm zu den Olympischen Sommerspielen 2008 zu bewältigen, wird im Juli das neue Terminal 3 des Beijing Airport nach mehrmonatigem Teilbetrieb vollständig eröffnet. Der rund zwei Milliarden Euro teure und innerhalb von nur vier Jahren errichtete Neubau erweitert die bisherige Kapazität der beiden bestehenden Terminals von jährlich 36 Millionen Passagieren auf nunmehr 62 Millionen Passagiere im Jahr. Rund um die Uhr wird dann alle 30 Sekunden eine Maschine starten oder landen. Damit rückt Beijing unter die fünf größten Airports der Welt
auf. Bei Bedarf kann die Kapazität des Flughafens sogar bis auf 90 Millionen Passagiere aufgestockt werden.

Architektur der Superlative

Das als futuristische Stahl-, Glas- und Aluminiumkonstruktion errichtete Terminal 3 des Beijing Airport zählt gemeinsam mit dem Olympiastadion des Schweizer Architektenduos Herzog & de Meuron und dem von Rem Koolhaas und Ole Scheeren geplanten neuen Sendegebäude für das chinesische Staatsfernsehen zu den bedeutendsten neuen Architektur-Highlights der Stadt. Mit seiner rund vier Kilometer langen und bis zu 800 Meter breiten Passagierhalle soll es den Reisenden schon bei der Ankunft ein Bild des modernen China vermitteln. Neben der schieren Größe von rund 1,3 Millionen Quadratmetern – die chinesischen Behörden nennen den Neubau stolz das „größte Gebäude der Welt“ – sind auch die technische Ausstattung und die Infrastruktur des Terminals rekordverdächtig: Zum Ein- oder Auschecken steht ein hochmodernes Gepäcktransportsystem bereit, das bis zu 20.000 Gepäckstücke in der Stunde befördern kann. Und mussten die Besucher früher mit dem Bus oder dem Taxi vom Flughafen ins 20 Kilometer entfernte Stadtzentrum fahren, werden sie demnächst bequem mit dem Schnellzug ins Zentrum befördert. Oder sie nutzen die Zeit am Flughafen zum Shopping in einem der 90 Läden oder für einen Besuch eines der rund 60 Restaurants.

Spagat zwischen Vergangenheit und Zukunft

Neben modernen Elementen aus Stahl und Glas hat Norman Foster gleichzeitig auch Elemente der traditionellen chinesischen Architektur in seinen Entwurf integriert. Denn Beijing ist nicht nur eine fstrebende Metropole des 21. Jahrhunderts, sondern kann auch auf eine 3000 Jahre alte Geschichte zurückblicken. So lassen die tiefroten Säulen in der Passagierhalle an die kaiserlichen Paläste und Tempel der Stadt denken. Und die markante Zackenform des Daches erinnert ganz bewusst an einen schlafenden Drachen, eine der wichtigsten mythologischen Figuren in China. Erst bei näherer Betrachtung zeigt sich dabei, dass die einzelnen „Zacken“ in Wirklichkeit dreieckige Dachfenster sind, die einen Tageslichteinfall von oben ermöglichen und das Terminal luftig erscheinen lassen. Einen weiteren direkten Bezug zur chinesischen Kultur schafft die aus zwei „Y“ zusammengesetzte Grundrissform des Gebäudes – ein bewusster Verweis auf das chinesische Zeichen „Ren“, das übersetzt für „Charakter“ oder „Person“ steht.

Gigantisches Aluminiumdach

Das gigantische Dach der Passagierhalle wurde nach den Plänen von Norman Foster und den beteiligten Tragwerksplanern von Arup Group Ltd. als Aluminiumkonstruktion mit Reynolux® Building ausgeführt. Die einbrennlackierten, bandbeschichteten Aluminiumbleche überzeugten die Planer nicht nur durch ihre hohe Witterungsbeständigkeit und ihre Widerstandsfähigkeit gegen hohen Winddruck und Luftschadstoffe, sondern auch durch ihr geringes Gewicht und ihre Verarbeitungsfreundlichkeit. Die gewölbte Form des Daches konnte so problemlos entsprechend der Vorgaben realisiert werden. Darüber hinaus sprachen die große Auswahl an Beschichtungen und Farben und die hohe Farbtreue für Reynolux® Building. Insgesamt wurden auf der Baustelle 1200 Tonnen Reynolux® eingesetzt. Eine Besonderheit war dabei die Ausbildung der Dachfenster, die als dreiecksförmig aus der Außenhaut ausgeklappte Flächen in der Farbe Gelb realisiert wurden. Die hervorragenden physikalischen und chemischen Eigenschaften der Lackierungen bieten dabei die Gewähr, dass die Flächen langfristig ihren leuchtenden Farbton behalten.

Grenzenloses Wachstum

Gegenwärtig laufen die letzten Vorbereitungen, damit das Terminal 3 rechtzeitig bis zum Beginn der Olympischen Spiele am 8. August seinen Vollbetrieb aufnehmen kann. Bis 2012 soll das Bauwerk dann schrittweise für eine Kapazität von bis zu 90 Millionen Passagieren ausgebaut werden. Was danach geschehen soll, ist derzeit noch ungewiss. Denn durch den anhaltenden Wirtschaftsteam: boom und das rasante Wachstum der Mittelschicht in China sind die Passagierzahlen zuletzt jährlich um bis zu 20 Prozent gestiegen. Der weitere Ausbau des Beijing Airport oder der Bau eines zusätzlichen Flughafens scheinen daher nur eine Frage der Zeit. Wie so vieles anderes auch im Reich der Mitte.

Fakten in Kürze:
Projekt:
Terminal 3, Beijing Airport
Architekten: Foster + Partners, London
Consultants: Arup (Davis Langdon, Michel Desvigne), Speirs
and Major, BIAD, BNP Associates Inc, Design
Solutions, Logplan GmbH, NACO, Reef U.K.
Verarbeiter: Eastern Way
Grundfläche: 1,3 Millionen m2
Produkt: 1200 Tonnen Reynolux® 0,9 mm, lackiert mit PVDF

Alcoa Architectural Products in Merxheim / Frankreich ist eine Tochter des Aluminium-Weltmarktführers ALCOA. 97.000 Mitarbeiter in 34 Ländern produzieren und vertreiben Produkte von der Verbundplatte bis zur Haushaltsfolie.

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Anne Zimmermann
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Telefon: +49 (0) 231 – 55 69 52 79
e-mail: a.zimmermann@teampenta.de

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